Sehenswürdigkeiten der Region
Schloss Kobersdorf
Zu Füßen des Paulibergs, Österreichs jüngstem Vulkan, liegt inmitten des
Naturparks Landseer Berge das Renaissanceschloss Kobersdorf.
Urkundlich bereits im 13. Jhdt. erwähnt, durchlebte es bewegte Zeiten als
ungarische Grenzfeste, ehe es im 16. und 17. Jhdt. zu seiner charakteristischen
Form erweitert wurde: Markante Rundtürme mit mächtigen Kegeldächern bestimmen
heute das Äußere.
Von Juli bis August Schlossspiele im romantischen Schlosshof; unterhaltsame -
besinnliche Stücke und Komödien. Intendant Wolfgang Böck.
Sehenswert auch das Schloss selbst.
Ursprünglich gotische Anlage, Wasserburg, ausgebaut im 17 Jahrhundert zur
eleganten Schlossanlage - mit Arkadenhof, Rittersaal und Freskensaal.
Kunsthistorisches Kleinod ist die romantisch - gotische "Doppel" - Kapelle im
Schlossgarten.
Nähere Infos:
Schloss Kobersdorf
Synagoge Kobersdorf
Die Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Synagoge von Kobersdorf ist die einzige
Gemeindesynagoge der Schewa Kehilot, der berühmten „sieben heiligen Gemeinden"
des Burgenlands, die bis heute erhalten blieb.
Nach dem Ende des Nationalsozialismus konnte sich im Burgenland keine jüdische
Gemeinde mehr bilden, und so war die Synagoge jahrzehntelang dem Verfall
preisgegeben.
1995 wurde sie vom Verein zur Erhaltung und kulturellen Nutzung der Synagoge
Kobersdorf gekauft, um sie als Denkmal für die ausgelöschten jüdischen Gemeinden
zu erhalten und schrittweise baulich zu sanieren.
Mit der Veranstaltungsreihe Kultur im Tempel wurde ein speziell auf die Synagoge
abgestimmtes Kulturprogramm entwickelt. Es berücksichtigt die beschränkenden
Rahmenbedingungen, die sich aus der Widmung und dem Mahnmalcharakter des
Gebäudes ergeben, und jüdische Kultur und Geschichte prägen inhaltlich das
Profil des Programms.
Als die Veranstaltungsreihe 2004 ins Leben gerufen wurde, war die Aufregung
darüber groß, dass es uns gelungen war, Bruno Ganz, den Träger des
Iffland-Rings, für die Eröffnungsveranstaltung zu gewinnen. Der große
Schauspieler kam, las, war von der Synagoge fasziniert und sagte auch für 2005
sein Kommen zu.
2004 hatte Bruno Ganz das Programm Kultur im Tempel mit einer Lesung aus Joseph
Roths Hiob eröffnet, 2005 las er aus dem Roman Nachts unter der steinernen
Brücke von Leo Perutz. Der Roman spielt in der alten Prager Judenstadt zur Zeit
Kaiser Rudolfs II. und des Hohen Rabbi Löw. Perutz verwebt darin auf geniale
Weise historische Fakten, Volkssagen und jüdische Legenden zu einem
faszinierenden Bild des Lebens im alten Prager Ghetto.

Nähere Infos:
Jüdische Kulturzeitschrift
Jüdischer Friedhof in Kobersdorf
In der Nähe der Synagoge befindet sich der jüdische Friedhof.
Der Friedhof liegt wunderschön an einem Hang mit vielen Bäumen.
Auf dem Friedhof von Kobersdorf gibt es rund 1.000 Grabsteine.

Nähere Infos:
Jüdisches
Museum
Keltisches Freilichtmuseum Schwarzenbach
Das Oppidum Schwarzenbach
In Schwarzenbach in der Buckligen Welt lebten die Kelten im 2. Jh.v. Chr. eine
der größten stadtartigen Ansiedlungen des Ostalpenraumes an.
Es ist anzunehmen, dass die Bewohner Adelige und Händler, aber auch Handwerker
und Bauern waren.
Mit großer Wahrscheinlichkeit wurden hier auch die ausgeschmolzenen Eisenerze
der Oberpullendorfer Bucht weiterverarbeitet und verhandelt. Das Oppidum von
Schwarzenbach weist eine Innenfläche von etwa 15 ha auf und war an allen Seiten
von einer bis zu 10 m hohen Stadtmauer geschützt.
Seit mehr als 14 Jahren führt die Universität Wien in Schwarzenbach
archäologische Ausgrabungen durch VIAS-Vienna Institute for Archaeological
Science durch, wobei neben der prähistorische Befestigungsanlage auch mehrere
Gebäudestrukturen von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden untersucht wurden.
Eine archäologische Prospektion mit Magnetik erbrachte eine Art Röntgenbild des
Bodens, die zeigt, dass beinahe die gesamte Innenfläche der keltischen Stadt mit
Häusern verbaut war.
In der Stadt befanden sich Händler- und Handwerkerviertel genauso, wie die
Anwesen von Kriegern und vornehmen Adeligen.
Erst im letzten Jahr konnten Werkstattbereiche angegraben werden, wo man
wahrscheinlich Glasperlen und Bronzegegenstände angefertigt hat.
Bereits im Jahr 1994 konnte ein Teilbereich der Befestigungsanlage mit hinten
angesetztem Wehrgang rekonstruiert werden.

Nähere Infos:
Keltisches Freilichtmuseum Schwarzenbach
Naturbadesee Markt St. Martin
Familien, die sich im Naturbadesee Markt Sankt Martin tummeln, finden
naturbelassenes Wasser ohne chemische Zusätze vor. Sandstrand, Sandliegebucht,
Sprudelwassersitzbänke und Schwungseilanlage zählen zu den vielen Highlights des
Freibades.
Familien mit kleinen Kindern bevölkern naturgemäß gerne den Sandstrand, die
Kleinkinderrutsche und den Kleinkinderbachlauf, während Familien mit größeren
Kindern ihre Zeit beim Sprungbrett und der Schwungseilanlage verbringen.
Zum Relaxen, sonnen und Seele baumeln lassen sich Eltern und Kinder je nach
persönlicher Vorliebe auf den Liegewiesen, in der Sandliegebucht, auf den
Liegestegen oder den Holzliegeplattformen nieder.
Die Reinigung des Wassers im Naturbadesee Markt Sankt Martin erfolgt auf
natürliche Weise mittels Pflanzenfilterung und Quarzsandfilter.
Der Naturbadesee Markt Sankt Martin weist eine Wasserfläche von 1.500 m² auf,
die Schwimmfläche ist 1.100 m² groß.
Zur Infrastruktur am Badesee Markt Sankt Martin zählt eine Kabinenanlage mit
Liegestuhlkästen und versperrbaren Kleiderkästchen. Auch eine Kantine - das
Gasthaus zum Pauliberg - trägt an einem sonnigen Badetag dazu bei, dass Eltern
und Kinder sich verwöhnen lassen können.
Nähere Infos:
Naturbadesee Markt St. Martin
Ruine Landsee
Die Entstehung der Ruine Landsee ist derzeit nicht feststellbar, sie wurde
aber 1158 im Traditionsbuch des Stiftes Göttweig erstmals erwähnt. Kinder und
Eltern können noch heute in dieser Burgruine die imposante Befestigungsanlage
erkennen.
Die Ruine Landsee gelangte 1222 in ungarische Hände, wechselte aber bald wieder
die Besitzer. Die Geschichte der im 16. Jahrhundert dort herrschenden Gertrud
von Weißpriach, die für ihre Gewalttätigkeit bekannt war, begeistert vor allem
die Kinder. Mit Hilfe des Räubers Franz Magusch überfielen sie vor allem
Kaufleute auf ihrer Reise durchs Burgenland. Aus der wehrhaften Burg Landsee war
ein gefürchtetes Raubritternest geworden.
Im Jahre 1612 gelangte die Ruine Landsee in die Hände der Familie Esterhazy, die
1666 für die Fertigstellung der Burg sorgten. Ein Großbrand im Jahr 1772 war
Auslöser für die Verödung dieser Burg.
Heute gelangen Familien über das große erhaltenen Eingangstor, über Brücken und
Innenhöfe zu "Don Jon", dem Burgfried. Auf dessen Aussichtsplattform haben
Kinder und Eltern einen herrlichen Rundblick über das Mittelburgenland bis in
die Bucklige Welt.

Nähere Infos:
Ruine Landsee
Pauliberg
Der Pauliberg (ungarisch: Pál-hegy) ist der jüngste der erloschenen Vulkane von
Österreich. Er liegt im mittleren Burgenland - im Übergangsbereich der Ostalpen
zur pannonischen Tiefebene - im Bezirk Oberpullendorf, etwa halbwegs zwischen
den Orten Kobersdorf und Landsee (bei Sankt Martin) und ist ein Teil der
transdanubischen Vulkanregion. Die Gipfelregion bietet eine beeindruckende
Fernsicht in alle Richtungen, wird allerdings langsam von fortschreitenden Abbau
„angenagt“.
Am Nordrand des Gipfelplateaus befindet sich ein großer Basalt-Steinbruch mit
besonders hartem Gestein und einigen anderen Mineralien-Vorkommen. Der Berg
liegt mitten im Naturpark Landseer Berge, unweit der Burgruine Landsee. Diese
größte Wehranlage Mitteleuropas wurde im 12. Jahrhundert erbaut und diente
während der Türkenkriege als Waffenarsenal und Schutzburg der Bevölkerung,
verfiel aber nach 1710. Heute wird die gesamte Umgebung für den Tourismus, durch
Open-Air-Veranstaltungen und durch Lehrpfade wiederbelebt.

Nähere Infos:
Basaltwerk Pauliberg
Burgruine Schwarzenbach
Die Burg dürfte gegen Ende des 12. Jahrhunderts oder zu Beginn des 13.
Jahrhunderts erbaut worden sein. Urkundlich wird sie 1254 mit „castrum
Suarchumpah“ erstmals erwähnt, als sie im Friedensvertrag von Ofen zwischen Béla
IV. von Ungarn und König Ottokar II. von Böhmen dem Ungarn zugesprochen[2]. 1337
sollte Schwarzenbach laut Frieden von Pressburg gegen die Burg Anchenstein in
der untersteirischen Gemeinde Cirkulane im heutigen Slowenien ausgetauscht
werden[3]. Anchenstein kam von Österreich nach Ungarn aber Schwarzenbach nicht
von Ungarn nach Österreich. Erst 1362 wurde Schwarzenbach durch den Frieden von
Ofen (Budapest) an Österreich übergeben[4].
Im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts wurde die Kapelle im Burghof errichtet.
Die Fassade dieses Baus zum Hof besitzt spitzbogige Fensteröffnungen (später
teilweise vermauert) für Maßwerkfenster. Der Zugang zur Empore führte über
Treppentürmchen, das noch auf 12 Meter Höhe erkennbar ist. Im Kapelleninneren
finden sich Ansätze des Kreuzgratgewölbes. Ende des 16. Jahrhundert erfolgte ein
großangelegter Umbau der Burg zum Schloss unter beibehalten der alten
Grundmauern. Im Jahr 1680 wurde die Burg von den Esterházys käuflich erworben;
in deren Besitz sie sich noch immer befindet.[5] Um 1800 wurde die Burganlage
als Amtssitz der Esterházys aufgegeben und das einst prächtige Bauwerk verfiel
nach und nach..

Nähere Infos:
Marktgemeinde Schwarzenbach
Museum "Der Natur auf der Spur"
Im 17. Jahrhundert Sitz des ungarischen Vizekönigs ist Schloss
Lackenbach heute modernes Naturerlebnismuseum
Der Renaissancebau ist einer der ältesten Sitze der Familie Esterházy und liegt
idyllisch in den Niederungen des mittleren Burgenlandes. Besondere Strahlkraft
hatte das Schloss in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts als Sitz des
ungarischen Vizekönigs. Heute ist hier das Naturerlebnismuseum "Der Natur auf
der Spur" beheimatet. In den letzten Jahren wurde das Schloss um einen modernen
Gebäudekomplex erweitert und bietet nun verstärkt Möglichkeiten für eine
vielfältige Nutzung als Veranstaltungsstätte.
Ein Erlebnis für alle Sinne.
Nähere Infos:
Museum "Der
Natur auf der Spur"
Burg Forchtenstein
Auf einem Ausläufer des Rosaliengebirges erhebt sich das
mächtige Bollwerk Burg Forchtenstein. Die Burg ist die einzige der Region, die
während der Türkenkriege nie eingenommen wurde.
Aus diesem Grund diente sie als Tresor der Fürsten Esterházy, in dem alles
Kostbare und Wertvolle verwahrt wurde. Noch heute können die über Jahrhunderte
zusammengetragenen Schätze der Familie auf der Burg besichtigt werden.
Nähere Infos:
Burg
Forchtenstein
MUBA
Am 1.Mai 2003 wurde in Neutal "Stein auf Stein", ein Verein
zur Erforschung des burgenländischen Bauwesens, gegründet.
Die Gemeinde verbindet eine lange Tradition mit dem Pendler- und Bauwesen. Sie
ist als Zentrum des Handwerksberufs Kessel- und Kaminmaurer überregional
bekannt. Neutal bietet in Bezug auf seine Geschichte ein nahezu ideales Beispiel
für die Gesamtentwicklung des Burgenlandes.
Nähere Infos:
MUBA Neutal
Franz Liszt Raiding
In der Verwalterwohnung des ehemaligen Esterhazyschen Meierhofes wurde am 22.
Oktober 1811 Franz Liszt als Sohn und einziges Kind des Ehepaares Georg Adam und
Anna Liszt geboren. Musikalisch unterrichtet von seinem Vater erwarb sich Franz
Liszt schon im Kindesalter den Ruf, ein Wunderkind zu sein. Um ihrem Sohn eine
qualifizierte Ausbildung zu gewähren, übersiedelte die Familie im Frühjahr 1822
nach Wien, wo Franz Liszt zu den Schülern von Cerny und Salieri zählte.
Mit der späteren Übersiedelung nach Paris begann für den jungen Liszt eine
großartige Karriere, die ihn als Klaviervirtuose und später als Komponist und
Dirigent in eine Vielzahl von Wirkungsstätten quer durch Europa bis nach
Russland führte. Über sein eigenes Wirken hinaus trat Franz Liszt auch als
Förderer anderer Künstler seiner Zeit wie Richard Wagner, Frederic Chopin u.v.m.
in Erscheinung.
Zeitlebens fühlte er sich seinem Geburtsort verbunden und pflegte seine Kontakte
zu Raiding bis ins hohe Alter. Sein fünfter und letzter Besuch führte ihn im
Jahre 1881 nach Raiding, wo er einer Gedenktafelenthüllung an seinem Geburtshaus
aus Anlass seines 70. Geburtstages beiwohnte.
Am 31. Juli 1886 verstarb Franz Liszt in Bayreuth, wo er zu Besuch bei seiner
Tochter Cosima, der Witwe Richard Wagners weilte. Gemäß seiner testamentarischen
Verfügung wurde er an seinem Sterbeort begraben. Gemeinsam mit dem Land
Burgenland verbindet den Geburtsort Raiding mit dem Sterbeort Bayreuth seit dem
Jahre 1990 eine Kulturpartnerschaft.
Vom ehemaligen Meierhof ist heute nur mehr die Wohnung der Familie Liszt mit dem
Geburtszimmer erhalten. Das Geburtshaus samt dem dazugehörigen Park befindet
sich infolge eines Geschenkes des damaligen Fürsten Dr. Paul Esterhazy seit 1971
im Besitz der Gemeinde Raiding.

Nähere Infos:
Franz Liszt-Verein
Raiding



